Notocactus

E. schumanniana links, E. warasii rechts

E. schumanniana links, E. warasii rechts

Der Verein INTERNOTO e. V. ist die internationale Vereinigung der Notokakteenfreunde. Er wurde 1980 gegründet, wie man einem Beitrag über die Geschichte des Vereins auf dessen Internetpräsenz entnehmen kann. Mit viel Sachkenntnis wurde 2017 das komplexe und im Laufe der vorangegangenen Jahrzehnte umstrittene Konzept der Gattungstheorie und Zuordnung aufgearbeitet und der Standpunkt der Mitglieder des Vereins in einem Sonderheft (INTERNOTO Heft 1, Februar 2017, Jahrgang 38) dargelegt. Nähere Informationen zur Systematik sind auf der Vereinsseite von INTERNOTO nachzulesen, die in meiner Linksammlung aufgeführt ist.

Verbreitungsgebiete: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay

Die Systematik der fünf großen Gattungen Acanthocephala, Brasiliparodia, Eriocephala, Notocactus und Wigginsia findet nachfolgend Anwendung. Die meisten Pflanzen in meinem Bestand gehören zu den Gattungen Eriocephala, Notocactus und Wigginisa. Eine weitere Unterteilung in das untergeordnete System (Beispiel: Untergattung, Gruppe, Serie) findet momentan an dieser Stelle nur vereinzelt statt.

Gattung Eriocephala

Eriocephala wachsen im Habitat zu Säulen bis zu 1 m Höhe heran. Die Scheitel sind wollig. Blütenfarbe ist gelb, auch die Griffel und Stempel sind gelb.

Zuerst möchte ich eine fast 40 Jahre alte Pflanze Eriocephala warasii zeigen, die ich 2018 übernommen habe. Sie hat eine Höhe ab Topfkante von gut 38 cm. Im Topf steckte noch ein Schildchen mit der alten Bezeichung „Eriocactus warasii Kö81“, was auf Saatgut der Firma Köhres aus dem Jahr 1981 schließen lässt. Die Pflanze hat 2018 und 2019 unter meiner Obhut bereits üppig geblüht, sowohl aus dem Haupttrieb als auch aus dem großen Seitentrieb.

Eriocactus warasii wird in der Natur bis zu 70 cm hoch. Der Körper ist grün und nicht bereift. Entlang des gesamten Körpers bilden sich im Laufe der Jahre Sprosse. An meiner Pflanze ist der größte Sproß etwa 13 cm hoch, der kleinere misst ca. 4 cm. Der Scheitel neigt sich in die Richtung des Hauptlichteinfalls.

Die Pflanze hat nach der Blüte eine große Anzahl Samen produziert. Eine Aussaat habe ich bisher nicht vorgenommen.

Außer dieser großen Eriocephala pflege ich noch mehrere kleinere Exemplare. Was auf der nachfolgenden Altpflanze wie Ungeziefer aussieht, ist lediglich ein Schönheitsmakel, den die Pflanze beim Vorbesitzer bekommen hat. Er hat sie wohl im Regen stehen gehabt, was ihr auf Dauer nicht gefallen hat. Bei mir stehen alle Vertreter dieser Gattung im warmen Gewächshaus.

Ein weiteres Prachtstück in meinem Gewächshaus ist die ebenfalls ca. 40 Jahre alte Eriocephala schummaniana. Solche Prachtpflanzen muss man einfach weiter pflegen, wenn sie einen neuen Besitzer suchen. Manchmal sind ältere Kakteenpfleger dankbar, wenn ihre Pflanzen noch in gute Hände kommen. Einen Vergleich der beiden großen Pflanzen sieht man ganz oben im Foto neben dem Eingangstext.

Auch bei dieser Pflanze befinden sich am Korpus Sprosse, wovon der älteste Ableger bogenförmig nach oben wächst.

Die Samenbildung bei dieser Eriocephala schumanniana war noch großzügiger und überwältigender, als bei der weiter oben gezeigten Eriocephala warasii. Mit einem Pinsel konnte ich in mühevoller Kleinarbeit die meisten Samenkörnchen von der Pflanze entfernen.

Zuletzt aus der Gattung noch zwei Ansichten einer jungen Eriocephala claviceps.

Gattung Notocactus

Zur alten wie neuen Gattung Notocactus gehören für mich die schönsten Pflanzen. Es gibt etliche Untergattungen. Die Blütenblätter der Notokakteen sind ganz überwiegend gelb. Die Stempel leuchten dazu rot aus den Blüten heraus. Daneben findet man eine Anzahl an farbigen Blüten. Gerade bei der Gruppe um N. herteri (= N. herteri, N. horstii, N. katharinae, N. roseoluteus) gibt es die unterschiedlichsten rot-orange-apricot-Töne. Häufig handelt es sich bei farbig (im Sinne von bunt, nicht gelb) blühenden Notokakteen aber auch um Hybriden (X steht für Kreuzung/Hybride) oder Cultivare (cv., Auslesen von besonderen Pflanzen in gärtnerischer Kultur).

Untergattung Notocactus

Serie Setacei

Untergattung Neonotocactus

Gattung Wigginsia

Der frühere Name Malacocarpus ist ungültig. Die Pflanzen der Gattung Wigginsia wachsen gedrückt kugelig, der Scheitel ist reich bewollt. Rippen und Bedornung sind sehr ausgeprägt. Der Scheitel neigt sich bei Wiggisien nie zur Hauptlichtseite. Die Blütenblätter sind mit meistens 2 bis 3 cm Durchmesser eher klein. Blütenfarbe zitronen- bis goldgelb, selten weiß-gelb.

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