Tagebuch

Aufmacher Weihnachten

Frohe Weihnachten und Friede auf Erden allen Menschen

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Wünschen darf man zu jeder Zeit. Friede(n) auf Erden. Wer wünschte sich das nicht, ganz besonders – mal wieder – im zu Ende gehenden Jahr 2023? In einer ersten persönlichen Bilanz des zurückliegenden Jahres dachte ich bei mir mit Fokus auf das Weltgeschehen: Dieses Jahr kann man in die Tonne kloppen! Da gab es ja von Anfang bis Ende nur Schreckensnachrichten. Krieg, Verwüstung, Hungersnot, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Sturmfluten, Vertreibungen, Flucht aus der Heimat, Klimakrise, Finanznöte, merkwürdige Gesinnungen und so fort. Nichts, aber auch rein gar nichts, erschien mir positiv.

Doch wenn ich den Blick auf meine eigene kleine Welt fokussiere, dann wird mir doch sehr warm ums Herz. Es geht mir gut, wir sind gesund, haben ein Dach über dem Kopf. Die Enkelkinder machen große Freude und tragen per se in sich die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es ist an uns, sie moralische Werte, Normen und Verhaltensweisen zu lehren, damit sie verantwortungsvoll in der Gesellschaft und mit der Gesellschaft zu agieren lernen. Damit sie als Erwachsene das Miteinander und Füreinander leben, keine Ich-bezogene Denkweise entwickeln. Die Freiheit und den Frieden als höchstes Gut erkennen. Dankbar und demütig sollten wir sein, weil wir in der Lage sind, unseren Kindern und Kindeskindern die entsprechende Sorgfalt, körperliche und geistige Entwicklung, Bildung und Erziehung angedeihen lassen zu können, an denen es weltweit so vielen Kindern fehlt. Ja, ich bin gesegnet, und ich bin demütig, dass ich so und nicht anders leben kann und darf.

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Weihnachten

Aufmacher Kochen

Rotkohl mit vielen Gewürzen (vegan)

Rotkohl mit Gerste und Batate

Rotkohl mit Gerste und Batate

Rotkohl kann man fast das ganze Jahr über essen. Aber bei beginnender kühler Witterung schmeckt er besonders gut. Rezepte gibt es wie Sand am mehr. Dennoch möchte ich meiner Sammlung ein weiteres Rezept für geschmorten Rotkohl mit vielen Gewürzen, Apfelstücken und Apfelsaft hinzufügen. Das Rezept ist grundsätzlich sehr fettarm. Öl ist nur in Spuren enthalten. Wer nicht unbedingt vegan leben möchte, kann natürlich auch Ghee (Butterreinfett) für die ayurvedische Variation wählen.

Der amerikanische Arzt und Ernährungsexperte Dr. Michael Gregor empfiehlt für die Plant-Based Diet die tägliche Einbindung mindestens eines Kreuzblütlers, zu denen alle Kohlsorten, aber auch Meerrettich, Senfkörner, Radieschen, Kresse zählen. Ein weiterer Verfechter der pflanzenbasierten Ernährung, der amerikanische Arzt Dr. John A. McDougall, zu dessen Ernährungsansatz ich seit geraumer Zeit ein innigeres Verhältnis entwickelt habe, verzichtet völlig auf Pflanzenöle. Stattdessen dünstet er die Gerichte in Gemüsebrühe. Sein bekanntestes Werk, welches zeitweise auch in Deutschland ein Hype war, ist The Starch Solution. Im Ayurveda setzt man hingegen seit Jahrhunderten auf die besondere Wirkung von Ghee. Schlussendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, aber auf pflanzenbasierte Kost zu setzen ist in vielerlei Hinsicht sicher eine gute Lösung. Nun aber zum Rezept.

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Aufmacher Kochen

Veganer Lauchkuchen

Veganer Lauchkuchen vom Blech

Veganer Lauchkuchen vom Blech

Heute habe ich einen veganen Lauchkuchen vom Blech zubereitet. Lauch (Allium porrum), auch als Porree bekannt, ist küchentechnisch ein Allroundtalent. Man bekommt die grünen Stangen das ganze Jahr über in den Supermärkten zu kaufen.  Als klassischer Bestandteil von Suppengrün, in der Regel bestehend aus Porree, Möhre, Sellerie und Petersilie, kann man für eine kräftige Suppe auch kleine, vorportionierte Abpackungen im Gemüseregal finden.

Vor allem die unteren, weißen Teile der Stangen sind beliebt bei den Verbrauchern, da sie einen feineren Geschmack aufweisen, als die derben grünen Anteile. Auf jeden Fall sollte man aber auch so viel wie möglich von den grünen Schäften verspeisen. Denn hier stecken die meisten Nährstoffe. Der weiße Bereich eignet sich besonders gut für feine Gerichte, cremige Suppen und zum Einarbeiten in Getreidebratlinge, während man die derbere Struktur der grünen Blätter sehr gut für Gemüsesuppen nutzen kann. Wer keinen besonderen Wert auf diese feinen Geschmacksunterschiede legt, kann natürlich in jedem beliebigen Gericht die komplette Porreestange verarbeiten.

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Rezepte

Aufmacher Literatur

Erntedank: Alle gute Gabe

Reiche Ernte

Reiche Ernte

Am ersten Sonntag im Oktober feiern Christen traditionell das Erntedankfest. Damit drücken wir unsere Dankbarkeit für den Ertrag aus Feld und Garten aus. Häufig ist an diesem Tag die Kirche mit großen Gebinden aus Getreideähren festlich geschmückt und die Gemeindemitglieder steuern oftmals noch die Früchte ihres gärtnerischen Erfolgs bei. Weltweit sind es jedoch nicht nur Christinnen und Christen, die dankbar sind für die gewachsenen Feldfrüchte, Getreide und Gemüse.

Der Dichter Matthias Claudius (1740-1815) drückte in seinem Gedicht Alle gute Gabe die enge Verbindung unseres Tuns mit den Naturgewalten aus, damit wir reichlich ernten und für den Winter vorsorgen können. Im Evangelischen Gesangbuch finden wir es vertont unter der Nummer EG 508.

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Aufmacher Musik

Die Musik darf nicht schweigen

Die Musik darf nicht schweigen

Die Musik darf nicht schweigen

Regelmäßig findet im Kreis Unna eine Konzertreihe unter dem Motto „Celloherbst am Hellweg“ statt. Über mehrere Wochen kann man in den unterschiedlichsten Stilrichtungen der Cellomusik schwelgen. Künstler aus aller Welt bekommen hier die Möglichkeit, ihr Können einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Immer wieder sind auch bekannte Namen dabei. Jedenfalls ist der Celloherbst ein fester Programmpunkt im Konzertgeschehen unseres Kreises.

Als bekennende Cellomusik-Liebhaberin suche ich mir aus dem Angebot gerne das eine oder andere Konzert heraus. In diesem Jahr fiel meine Wahl aus Zeitgründen nur auf ein einziges, meinem Gefühl nach aber ganz besonderes Konzert in der Synagoge in Unna-Massen. Vier ukrainische Cellisten sollten als Quartett auftreten und ihre Darbietungen standen unter dem vielsagenden Titel „Die Musik darf nicht schweigen“. Das Konzert sollte morgen, am 3. Advent, stattfinden.

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Musik